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Ich habe im August 2019 die Hochzeit von Itzy und George begleitet. In einem früheren Post habe ich schon ein paar Eindrücke vom Getting Ready gezeigt. Hier kommt nun die Trauung selber.





Vorher noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache:
Ich habe mich frisch auf den Portalen www.hochzeitsfotograf.com und warumfoto.mywed.com  listen lassen. Vielleicht finden darüber ja einige Paare ihren Weg zu diesem kleinen, feinen Blog.

Die besten, schönsten und klügsten Paare lesen nun diesen Text hier und bekommen so auch einen viel besseren Einblick in die Reportage und das Drumherum als über die Portale. Also rein ins Geschehen....

Der Weg zum Standesamt


Oft begibt sich ja ein Paar in einem besonderen Fahrzeug wie einem geschmückten Auto oder gar einer Kutsche zur Trauung. In Zeiten von Fridays for Future ist das aber nicht mehr so angesagt und wenn man so zentrale wie die beiden in Wassenberg wohnt, erst recht nicht. Aus der Fahrt wurde ein entspannter Spaziergang für die ganze Hochzeitsgesellschaft.


Wie immer führt ein Klick auf das Bild in die Galerie-Ansicht der Bilder. Dann verpasst Ihr allerdings natürlich die Kommentare. Wählt weise!


Als Besonderheit gab es für die beiden auf dem Weg zum Standesamt ein Wegbier. Diese urdeutsche Tradition hatte die mexikanische Braut in Deutschland kennengelernt und sie in wundervoller Weise zum Bestandteil ihres großen Tages gemacht. Ich hätte gerne berichtet, dass die Verbindung mit dem Tequila die Laune gleich nochmal gehoben hätte, aber beide waren auch schon davor im üblichen Rahmen gut drauf und gleichsam nervös. Ist halt kein normaler Tag.





Uns gehört heute die Welt. Und morgen, übermorgen und so weiter auch.

 Zwischenstopp Blumenladen

Beim Getting ready war ich ja schon mit dem Bräutigam zu einem Blumenladen gefahren, um den Blumenkranz der Braut abzuholen. Der Brautstrauß wurde in einem zweiten Geschäft bestellt. Da vor Ort noch letzte Vorbereitungen getroffen wurden, verloren wir etwas Zeit. Das führte gleich beim Betreten des Rathauses/Standesamtes dazu, dass direkt nach unserem Eintritt die Tür hinter uns abgeschlossen wurden. Sprechzeiten am Freitag sind halt nur von 9-12 Uhr.


Der Blumenladen mit dem Brautstrauß lag praktischerweise fast direkt neben dem Standesamt. Frischere Blumen gibt es nicht.

Natürlich bekamen auch das Blumenmädchen ihren Anstecker. Es ist toll, wenn Floristinnen auf solche Details achten.


Standesamt

Vor der Zeremonie kommt immer erst der Papierkram. Der Großteil wird zwar schon bei der Anmeldung erledigt, aber kurz vorher muss trotzdem geprüft werden, ob noch alles so stimmt, man nicht zwischenzeitlich jemand anderen geheiratet hat (wird es alles schon gegeben haben) und ob die Trauzeugen auch im (be)zeugungsfähigen Alter sind.



Der Betrachter sieht das schöne Paar. Der Fotograf sieht die Leuchtstoff-Röhren, die in deutschen Amtsstuben tödlich für gesunde Hauttöne und saubere Weißabgleiche sind. Gerne in Verbindung mit klassischen Glühbrinen und LEDs. Und alle mit unterschiedlichen Farbtemperaturen. 

Letzter Outfit-Check vor der Trauung.


Jetzt geht es los. Letzte Chance für einen Rückzieher.

Nix Rückzieher. Schon vor der offiziellen Trauung erfolgt noch ein Kuss. Generalproben sind wichtig. Kann man gar nicht oft genug machen.

Eigentlich wird ja hier vor allem die gegenseitige Unterhaltspflicht und optionale Steueroptimierung begründet. Aber trotzdem hat die Standesbeamtin sehr einfühlsam das Paar auf die Zeit nach der Trauung vorbereitet und den gesetzlich nicht unbedingt vorgeschriebenen Punkt der Liebe betont. Das ist der Moment, in denen dem geneigten Fotografen auch mal eine Träne in seinen Sucher kullert. Zum Glück ist meine Kamera spritzwassergeschützt.

"Ein Ring sie zu binden..."

Und hiermit erkläre ich die Ehe für offiziell vollzogen. Ein Blick in sein Gesicht sagt alles, oder?

Jetzt gab es auch endlich die staatliche Kuss-Freigabe. Ergo wurde auch amtlich geknutscht.

Passt der Ring noch? Fun Fact: Nein. Er war ein wenig zu groß geliefert worden, aber konnte in der kurzen Zeit nicht mehr angepasst werden. Also wurde erstmal damit geheiratet. Es ist schön, wenn eine Braut so entspannt damit umgeht und nicht als Bridezilla wegen so einer Sache die ganze Trauung verschieben will.

Und auch hier verwnndelt der Ring den Verlobten in einen Ehemann. Willkommen im Club!

Aber trotz aller Romantik in der Luft nicht vergessen: Wir sind immer noch in einer deutschen Amtsstube. Also gilt es nun weitere Unterschriften zu leisten.

In zweifacher Ausführung und anschließender Beglaubigung. Und man glaubt nicht, wie oft nachträglich die Eheurkunden von irgendwelchen Stellen angefordert werden.

Gratulation

Da mit dem Betreten des Standesamtes kurz vor Türschluss abgeschlossen war, war die Überraschung doppelt gut gelungen. Freunde und Kollegen kamen zur Gratulation vorbei und veranstalteten einen kleinen Sektempfang.

Die Herausforderung hier waren die anwesenden Kinder. Hier setzen sowohl der Gesetzgeber wie auch ich sehr hohe Hürden beim Persönlichkeitsrecht. Ich habe daher die Eltern nochmal explizit gefragt, was für sie in Ordnung ist und was nicht. Am Ende habe ich die Kinder in der Gruppe ganz normal mitfotografiert und dann dem Paar eine gesonderte Untergalerie zur Verfügung gestellt, über die sie die selber die Fotos gezielt herunterladen und den Eltern zur Verfügung stellen können. In der allgemeinen, online mit den Gästen teilbaren, Galerie tauchen die natürlich nicht mehr auf.

Aber ein wenig schade ist es natürlich schon. Denn die Kinder waren sehr süß und die Interaktion mit dem Paar goldig. Hach ja. DSGVO und so...



Jetzt hatten sie Tequila, Kölsch und einen Sekt. Aber wer will schon an so einem Tag mitzählen.... ;-)


Die Perspektive zeigt, wer in der Ehe die Hosen an hat. Aber der erfahrene Ehemann weiß natürlich auch, wer ihm sagt, welche Hosen er zu tragen hat...

Es ist schön, dass er nun sein Wegbier nun durch etwas viel, viel schöneres ersetzt hat.

Nein. Die Braut schaut nicht einfach unromantisch beim Küssen andere Männer an. Vielmehr musste die nun die Familienehre vertretende Frau des Hauses anhand der Gesichtsausdrucke der hinter mir stehenden Hochzeitsgesellschaft ermitteln, ob ihr Rock noch züchtig genug sitzt. Tat er. Puh...ich musste keine FSK16 Schranke einziehen.


Zeigt mal her...

Kuchenanschnitt und die Antwort auf die traditionelle Frage nach der korrekten Handhaltung. Mein Tipp: So halten, dass man sich nicht schneidet. Alles andere ist zweitrangig und über Liebe regelbar.


Mit diesem letzten Bild war nicht nur das erste Stück Hochzeitstorte gegessen, sondern auch dieser Teil der Hochzeitsreportage. Schön war's. Nicht wahr?





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